Wo die soziale Gerechtigkeit herkommt Marino Bodenmann, Kommunist und Kämpfer

Der rote Bodenmann aus dem Wallis. Nein, nicht der. Sondern Marino Bodenmann, 1893-1964. Der repräsentiert ein Leben in den dramatischen Umbrüchen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

In ärmlichen Verhältnissen in Fiesch/Oberwallis aufgewachsen, in Italien als Hotelkellner gearbeitet, dann in Grenchen in der Uhrenindustrie, kurzzeitig in der jungen Sowjetunion. Sozialist und Kommunist. In Berlin an der Gründung der Jugend-Internationale beteiligt, in der Schweiz langjährige Tätigkeit in der KPS, in der Komintern und dann in der PdA, Grossrat in Basel und Nationalrat mit Schwergewicht auf der Sozialpolitik.

Urs Grässlin, Enkel von Marino, hat jahrelang zu seinem Grossvater geforscht, bei Bekannten, Verwandten und in Archiven und legt nun eine umfangreiche Biografie vor. Im bücherraum f hat er kürzlich einen Abriss zu Leben und Werk von Bodenmann gegeben. Die Illustrationen, auf die er sich gelegentlich bezieht, stammen aus dem in der edition 8 erschienenen Buch. Gleichzeitig ist ein Kompendium mit vielen zusätzlichen Dokumenten aufgeschaltet, https://marino-bodenmann.edition8.ch/

Der Vortrag mit anschliessender, durchaus nicht einmütiger, Diskussion lässt sich hier nachhören. Einleitend spricht Brigitte Walz-Richter von der Studienbibliothek zur Geschichte der Arbeiterbewegung.

 

Urs Grässlin: Marino Bodenmann – der Rote aus dem Wallis. Eine biografisch-politische Zeitreise. Edition 8. Zürich 2026. 368 Seiten, 30 Franken.