Finissage mit Dora Koster
«Mein Name ist Zürich», hat Dora Koster ihr letztes Buchmanuskript betitelt, und damit bezeichnete sie eine Identifikation mit dieser Stadt, die eine Hassliebe war. Über fünfzig Jahre lang hat sie sie durchstreift und durchlebt, gegen «das Blau von Lügenmörtel» wütete sie, und doch erkannte sie «Zürich schmiegt und drückt sich an meine Schlagadern».
Das Musée Visionnaire am Predigerplatz 10 würdigt Dora Koster gegenwärtig in der Ausstellung «ALL IN». Im bücherraum f befindet sich die Forschungsstelle zur Künstlerin und Malerin. Im einem Stadtgang folgen wir den Spuren von Dora Koster im Niederdorf, den Orten, wo sie wohnte und arbeitete, an der Häringstrasse, der Froschaugasse, dem Predigerplatz; den Bars, in denen sie verkehrte, dem Splendid und der Safari-Bar; den Cafés, wo sie sich aufwärmte oder zockte; dem Neumarkt, das ihr eine emotionale Heimat bot. Anhand solcher Lokalitäten werden eine Sozialgeschichte Zürichs und das besondere Biotop des Niederdorfs sichtbar, von dem Dora Koster eine herausragende Figur war. Durchs Niederdorf und Dora Kosters Leben führt Stefan Howald; die Schauspielerin Giorgina Hämmerli liest Koster-Texte.
Treffpunkt um 13 Uhr an der Zähringerstrasse 43, beim Hotel Rütli bzw. der Buchhandlung Klio. Der Stadtgang dauert 2 Stunden. Anmeldung an buch@buecherraumf.ch
Danach gibt es, ab 15.30 Uhr, die Finissage der Ausstellung ALL IN im Musée Visionnaire, mit Videos, Musik auf Dora Kosters Schwizerörgeli, Texten und Erinnerungen.