Die Hitze trocknet alles aus. Weiterhin eilen wir über geteerte Strassen und versiegelte Böden. Dabei sollten wir uns gesund, sicher und bequem in den Städten bewegen können. Nötig ist also eine alltags- und gendergerechte Planung. Ist Zürich ein Vorbild? Darüber diskutierten kürzlich im bücherraum Nora Mühlberger vom Tiefbauamt Zürich, Simone Widmer (Verkehrswende-Initiative) und Lia Zinngrebe (Verein Lares). Der Verein Lares ist ein Netzwerk von Fachleuten, die bei der städtebaulichen Planung beraten. Lia Zinngrebe stellte eingangs grundsätzliche Kriterien für ein besseres Wohnen in den Städten vor. Danach schilderte Nora Mühlberger an konkreten Beispielen, wie die verschiedenen Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzer:innen in Zürich berücksichtigt werden können und wie die Diskussions- und Entscheidungsprozesse in der Stadtzürcher Verwaltung ablaufen. Simone Widmer stellte schliesslich die Verkehrswende-Initiative vor, die Strassenräume für eine gerechte, sichere und klimafreundliche Mobilität vorschlägt.
In der Diskussion wurde der Zusammenhang von Verkehrs- und Wohnbaupolitik betont, und das Gespräch weitete sich gar aus über die Stadt in die Agglo und ins Dorf hinein.
Der Abend lässt sich hier nachhören:
Anfang Juli hat der Gemeinderat der Stadt Zürich die Verkehrswende-Initiative mit 69 zu 44 Stimmen an den Stadtrat überwiesen. Die Diskussion wird jetzt also konkret.